Liebe Freunde der gehobenen Unterhaltung,
ich wollte nochmals an den morgigen PA WÜ Memory Event (19:00) von und mit unserer geschätzten Frau Berneburg erinnern. Ich kann allen versichern, die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, es wird ein epochales Ereignis. Dazu hat die Frankfurter Eintracht uns ein weiteres epochales Ereignis beschert, den Gewinn des Euroleague Pokals. Das ist gut so, denn weitere 42 Jahre hätte ich keinesfalls darauf warten können. Auch das sollten wir morgen mit einer kleinen Polonaise entsprechend würdigen.
In diesem Sinne: "schwarz - weiss wie Schnee ..."
Ihne Ihre Frau Fehl
Liebe PaWü-Memory Event Interessierte, liebe Mitwirkende des Projekts, liebe Freunde!
Sehr gerne möchte ich sie/euch einladen am Samstag, dem 21. Mai bei einer interaktiven Vernissage dabei zu sein.
Mit einem Rahmenprogramm möchte ich locken, welches sowohl ihre/eure kognitiven Fähigkeiten anregt, als auch ihren/euren primären und sekundären Bedürfnissen eine Freude erweisen wird. Ein Schwofen unter der Discokugel zu fortgeschrittener Zeit wird das Gesamtbild abrunden.
Los geht´s um: 19:00 Uhr. Ein zeitnahes Erscheinen würde mich sehr freuen.
Der Ort des Geschehens: Sontraer Straße 13, 60386 Frankfurt. Vor und in den Räumlichkeiten der Firma Blue Lines Backline Rental.
Bis dahin möchte ich zuversichtlich sein und wünsche ihnen/euch eine friedvolle Zeit.
Herzliche Grüße, Karin Berneburg  

Vereinsstrasse 12
60389 Frankfurt
Fon  069 46 0038 32
Mobil  0179 2261055
Breaking News: 18.12.2021 „Shine On“ Tanz unter der Discokugel findet statt
Liebe Besinnliche und Unverbesserliche,
da doch einige Leute bezüglich der Coronalage ihre Besorgnis zum Ausdruck gebracht haben, hat das Festkomitee „Shine On“ unverzüglich reagiert. In nächtelanger Sitzung mit allen Gremien, der Schirmherrschaft, sämtlicher Fachverbände und des Hauptsponsors wurden folgende Schutzmassnahmen ergriffen:
alle, ich wiederhole, alle Teilnehmer der Veranstaltung müssen einen tagesaktuellen Coronatest vorweisen. Es stehen zwar eine begrenzte Anzahl an Schnelltests vor Ort zur Verfügung, aber uns ist es lieber, ihr erledigt das vorher. Ab jetzt wird getestet bis der Arzt kommt, nein, wir setzen noch einen drauf, bei uns ist der Arzt schon da (Prostatauntersuchungen können gegen eine geringe Schutzgebühr ebenfalls vorgenommen werden).
die letztjährig erprobte, von Frau F. entwickelte, antivirale Sliwowitz - Zerstäubungsmethode kommt wieder flächendeckend zum Einsatz und wird sogar auf Williams - Christ ausgedehnt.
Es wird fett geboostert. Das bezieht sich allerdings weniger auf die 3. Impfung, sondern mehr auf die Lautsprecheranlage, Motto: lieber mehr Dezibel, als höhere Inzidenz.
Nach einem abschliessenden Telefonat mit Herrn Lauterbach kann man definitiv sagen, wir haben alles, ja, wirklich alles getan, was getan werden kann und getan werden sollte, um diese Veranstaltung zu einem Meilenstein resoluter Pandemiebekämpfung und unvergesslichen Abend zu machen.
Das Festkomitee
Sensation: Vorweihnachtliches Samstagnachtfieber in Fechenheim Nord
Liebe ausgebremste Feierbiester, gerne möchte ich auf eine Veranstaltung hinweisen, die womöglich das Interesse einer ganzen Generation von kaltgestellten Hupfdohlen und schamanischen Eintänzern erwecken wird. Sprach doch neulich meine Liebste zu mir, sie habe eine Discokugel und würde gern darunter tanzen. Das trifft sich gut, entgegnete ich, ich habe eine Diskothek, lass uns ein Flower - Power - Retro - Tanzfest ausrufen und Lieder spielen aus einer Zeit, wo Frauen noch weitgehend behaart waren und man unter Pandemie eine Überpopulation chinesischer Kleinbären verstand. Und Ritchie Havens sprach, „freedom…“ Wir freuen uns also auf euer entrücktes Einschweben, gerne auch und unbedingt in zeittypischer Garderobe (70er / 80er Jahre). Wer noch Weihnachtsgeschenke braucht, es werden natürlich  Gemälde, Photographien und Skulpturen angeboten. Zur Verköstigung stehen Wasser, Wein, Bier und Knabbersachen bereit.
Die ablauftechnischen Fakten zum Gesamtgeschehen:
Samstag - 18.12.2021 - Sontraer Str. 13, 60386 Ffm
19:47 - Eintreffen der Honoratioren aus Politik, Kultur & Pöbel
19:54 - Begrüssung durch Schirmherrin, Rede stellv. Bürgermeister, etc.
20:28 - Anwerfen der Discokugel zu „Shine On“ (Humple Pie)
20:35 - Extatisches Antanzen durch Eigentümerin der Kugel
04:11 - Letzter Tango
Für die Veranstaltung zeichnet verantwortlich: Karin M. Berneburg, Photography, Bund Reifer Liebhaber / Hessen, IBU – Institut für belanglose Unterhaltung, Das Belgische WM - Studio / Cafe Amok, Frau Fehl
Die Schirmherrschaft übernimmt Frau Dr.h.c. Kerstin Rehbein

Den pandemischen Gegebenheiten entsprechend, gilt die 2 G Regel (gespült und geschleudert).
Liebe manisch Getriebene,
wir denken, es ist an der Zeit einmal kurz zu verweilen und sich der unbeschwerten Tage in stiller Einkehr zu erinnern. Wer nur laut einkehren kann, der darf selbstverständlich auch dies. Deshalb laden Frau Berneburg und Frau Fehl, einer alten Tradition folgend, zum Stelldichein im Garten der zwanglosen Leichtigkeit inspirativen Transzendenz. Es werden neben den Künstlern auch Werke derselbigen zugegen sein, viel wichtiger jedoch erscheint uns die Anwesenheit diverser Kalt- und Heissgetränke, um wetter- wie auch intellektuell bedingte Engpässe temporär zu umschiffen. Deshalb sollte mann/frau/sonstwas sich folgenden Termin vormerken:
Sonntag - 19.09.2021 - ab 15:00 Uhr - Cafe Amok / Seckbacher Bitzweg
Wie gehabt, bleibt der Ausgang der Veranstaltung offen, erst gibt´s Kaffee und Kuchen, dann Wein und Bier, der Grill ist an und der Sinn ein tieferer. Den pandemischen Gegebenheiten entsprechend, können nur GGG Gäste eingelassen werden, also geimpft, genesen oder gedopt. Wer stottert, kommt auch rein.
Wir freuen uns auf euer ungeordnetes Erscheinen
Ihne Ihre Frau Berneburg und Frau Fehl
01.07.2021
England – Deutschland, Danke!
… was ein Achtelfinale, Wahnsinn! Liebe Sportsfreunde, ich muss noch einmal auf den letzten Dienstag eingehen. Hätte ich´s nicht selbst erlebt, man hätte es erfinden müssen. Diesen Einsatz, diesen unbedingten Willen, diese Gier nach Toren. Die Voraussetzungen waren vielleicht nicht ideal, aber das war zweitrangig, vielmehr sind alle an ihre Grenzen gegangen, mancher sogar darüber hinaus. Es wehte jener Geist durch das Cafe Amok, der uns seit Malente begleitet, der im Campo Bahia zu spüren war und jetzt in Seckbach einzug hielt. Selbst die zur 2. Halbzeit Dazugekommenen reihten sich nahtlos in die Gruppe ein, eine Einheit, mit nur einem Ziel vor Augen hatte, den Triumph, das Finale. Ich stehe immernoch hier, Tränen in den Augen, und applaudiere. Um das klar zu stellen, ich spreche hier nicht über die deutsche Nationalmannschaft, nein, ich spreche von den Besuchern des Cafe Amok, die am Dienstag wie eine Wand, Wind und Wetter trotzend, hinter ihrer Mannschaft standen, während der Blitz in den Grill einschlug und das Salatbeet an der Terrasse vorbeischwamm. Kurz vor Spielbeginn war sogar die Übertragung gefährdet, als Seckbach direkt im Auge des Hurrikan lag. Das alles hielt aber keine/keinen zurück, schon rund 2 Stunden vorher trafen die ersten Fans ein (Foto). Respekt! So kann es weitergehen, so soll es weitergehen:
Cafe Amok, jetzt auch „Das Belgische EM Studio“ genannt, Freitag 02.07.2021 ab 17.00, auf dem Gelände des ehemaligen „Das Belgische WM-Studio“, Seckbacher Bitzweg, Wegbeschreibung ggfs. telefonisch anfordern: 0171 3874668
Ihne Ihre Frau Fehl

18.06.2021
good news good news good news...
Liebe Freunde, an dieser Stelle sei nochmals mitgeteilt, dass das Cafe Amok im Seckbacher Bitzweg zum EM Spiel von "Jogis Letzter Mission" am Samstag (morgen) ab 17:00 Uhr geöffnet hat. Der Timo und der Kai sind auch dabei, heidenei. Wegen stetig sinkendem Inkontinenzwert entfällt sogar der übliche Rorschachtest (siehe Bild) am Eingang, kann aber auf Wunsch durchgeführt werden. Für stetig ansteigende Inkompetenzwerte fühle ich mich nicht zuständig. Was gibts noch zu sagen, der Grill brennt, 2 Kisten Bier wurden freundlicherweise von Herrn Dr. F., , Facharzt aus B., gespendet, die Alex aus W. hat auch ne Kiste dazugestellt, ansonsten gibts wie immer Espresso und Whisky. Warnhinweis für die Damen: wer zu früh kommt, den straft nicht nur das Leben, sondern sie treffen ggfs. den Veranstalter nackt in seiner Sitzbadewanne an. Das braucht doch kein Mensch! Zumal, die erwarteten Intensivbetten können auch nicht bereitgestellt werden, ich habe da Probleme mit dem Rechnungshof gekriegt. Vielleicht klappts ja nächstes mal.
Glück auf, Ihne Ihre Frau Fehl
0171 3874668
08.06.2021
--- Neueröffnung 11.06.2021 --- Neueröffnung 11.06.2021 ---
--- Cafe Amok, Seckbacher Bitzweg, 0171 3874668 ---
Leute, Leute, das geht mir alles zu schnell, gestern sass ich noch bei Kerzenlicht im keimfreien Schutzbunker, heute war ich schon bei Handkäs und Äbbelwoi in einem einschlägigen bornheimer Lokal. Was macht das mit mir? Und was macht das mit den ganzen Sozialphobikern, die endlich mal ihre Ruhe hatten?
Und dann  auch noch sowas: am Freitag macht mein Cafe auf, Cafe Amok! Was soll denn das? Keine Ahnung, ich habe mal ein Lied geschrieben, das so hiess. Das Cafe ist in jedem Fall illegal, aber immerhin rechtzeitig zur EM auf. Die Spiele können auch im TV verfolgt werden. Am Eingang erfolgt ein Rorschach – Test (hat sich bei Bob Dylans Geburtstagsparty bewährt), ab dann ist alles legal, oder egal, Amokläufer zahlen die Hälfte. Es gibt zwei Getränke auf der Karte: Espresso und Whisky. Manchmal auch mehr, z.B. Kuchen oder Limo.
Cafe Amok, Freitag 11.06.2021 ab 16.00, auf dem Gelände „Das Belgische WM-Studio“, Seckbacher Bitzweg, Wegbeschreibung telefonisch anfordern 0171 3874668
Ihne Ihre Frau Fehl
www.fraufehl.de 

... zum Spass mal den ganzen Text eines Meisterwerkes post - bleierner Revolutionsromantik
Cafe Amok                              (Averell Dalton Band, Wolfgang Fehl, entstanden um 1980)

Er stand eines morgens mitten auf der Miquel-Allee
Seine Augen lagen tief, sein Gesicht war weiss wie Schnee
Auf den Schultern trug er eine Panzerfaust
Und er schoss die Grüne Welle einfach aus

Sie sass jeden Tag an der Kasse im Supermarkt
Und sie wusste schon sehr lange, dass sie das gar nicht mehr mag
Zwei Kanister Benzin und der Laden ward Asche
Und die Kohle lag in ihrer Tasche
Ohne viel Worte…

Sie sassen zusammen in dem kleinen Cafe
Und sie tranken Cuba-Libre
Er nannte sie zärtlich Cat-Balou
Und sie flüsterte Hey Django
Lass uns geh´n, lass uns geh´n, lass uns geh´n

Das Viertel war bereits hermetisch abgeriegelt
Der Oberstaatsanwalt hatte ihr Schicksal längst besiegelt
Sie tanzten vor der Musikbox ihren allerletzten Hard-Rock
Und das Licht ging aus im Cafe Amok

25.05.2021
Anmerkung zu: Ich hab´s wieder vermasselt …
Liebe, Erst- , Zweit- und Ungepimpfte, ich bedanke mich zunächst mal für die zahlreichen Zuschriften, signalisiert es mir doch, dass das Thema berührt. Dennoch muss ich hier nochmal eins klar stellen, ich fühle mich keinesfalls durch AstraZeneca in medizinischer Hinsicht schlecht versorgt, oder habe unter unangenehmen Nebenwirkungen zu leiden. Im Gegenteil, es gibt sogar Anzeichen für einen leichten Anstieg viriler Leistungsfähigkeit, sowie einen deutlich messbaren Rückgang von Nagelpilz und Haarausfall. In einigen Zuschriften wurde rührenderweise versucht, mir Trost zu spenden, was ich, soweit von aufrichtigen Herzen kommend, gerne wohlwollend zur Kenntnis genommen habe. Danke, wäre aber nicht nötig gewesen. Dessen ungeachtet, ist mir bei Einigen der leichte Anklang von Häme nicht entgangen, sah ich doch zwischen deren Zeilen einen vagen Verdacht bestätigt, der Verdacht, dass sich hinter dem Spott eine vergiftete Gesinnung verfestigt hat. Wollte mein Aufsatz lediglich den soziologischen Aspekt einer etwaigen 2 Klassen - Impfung zur Diskussion stellen, so trat in mancher witzig verklausulierten Antwort die hässliche Fratze der faschistischen Unterdrückung, die bösartige Stimme der Reaktion ganz offen zu Tage. Meine Frage sei daher unmissverständlich in den Raum gestellt, handelt es sich hierbei nicht um das geifernde Aufbegehren einer aufkeimenden „Biontec - Bourgeoisie“, angeführt von einem seelenlosen Pharma - Schergen J. Spahn, die auf dem Rücken der pandemisch Geknechteten ihre zweifelhafte gesellschaftliche Machtposition zu festigen, wenn nicht gar auszubauen und unser demokratisches Gemeinwesen nachhaltig zu entsolidarisieren sucht. Ein klares entschlossenes „Nicht mit uns“ werden die Massen ihnen entgegen schleudern. Rückt zusammen, wehret den Anfängen! Sehr interessant in diesem Kontext auch die Ausführung eines Dr. F. , Facharzt aus Butzbach (Name aus datenschutzrechtlichen Gründen unkenntlich), der die Behauptung aufstellt,  A.Z. Geimpfte gehörten jetzt quasi zum Proletariat, dass die Revolution tragen und die Welt verändern wird. Ganz Butzbach sei mit AstraZeneca geimpft. Letzteres veranlasste mich wiederum zu der kühnen These, dass Butzbach etwa die Speerspitze eben jener neuen Revolution sein könne, sozusagen der Panzerkreuzer Potemkin der Wetterau, der die Flamme der postpandemischen Erneuerung in die Welt hinaus trägt und uns in die ruhigen Gewässer einer inzidenzlosen Zuversicht führen wird. Butzbach oder nicht, eines ist jedenfalls sicher, und da bin ich mir mit führenden Soziologen und Philosophen einig, der Planet steht vor weitreichenden Umverteilungskämpfen, die nicht zuletzt durch die Pandemie an Dynamik gewinnen werden. In diesem Zusammenhang äussert der slowenische Philosoph Slavoj Žižek in seinem Buch „Pandemic! Covid 19 shakes the world“, dass angesichts der Pandemie nur noch die Wahl zwischen „Barbarei oder einer Form von neuerfundenem Kommunismus“ bleibe. Die Pandemie hat für seine Begriffe das Virus des Kapitalismus ans Licht geholt. Also ist die Krise ein Weckruf, uns von der Tyrannei des Marktes zu befreien… Nun ja, wir werden sehen.
Aber egal was noch passiert, auf keinen Fall wird Eintracht Frankfurt mit einem Österreicher namens Adolf Hütler durch Europa ziehen, das haben wir zu verhindern gewusst. Gut so, Genossen!
Ihne Ihre Frau Fehl 
19.05.2021

Ich hab´s wieder vermasselt …
Es wird ja geimpft um mich herum, als gäb´s kein Morgen mehr. Da mach ich mit, dachte ich mir so ganz naiv, aber auch da bewies sich wieder die alte Binsenweisheit, Augen auf im Angesicht der Nadel, die Tücke liegt im Detail. Wie viele andere auch hatte mein Hausarzt mich vor Wochen auf seine Impfliste gesetzt und mit väterlichem Ton die Worte an mich gerichtet, das könne alles ganz flott gehen, es würde verimpft, was kommt, ob ich bereit wäre. Ja, flüsterte ich ergeben, ich bin bereit, Tag und Nacht, Stund´um Stund´. Eine Arzthelferin rief mich daraufhin eines Morgens an und jubilierte ins Telefon, ich solle am besten gleich vorbeikommen, ich wäre jetzt dran. Hurra, schrie ich verzückt, legte frische Unterwäsche an und goss mir einen halben Liter Hattric in die Achselhöhlen. Um es kurz zu machen, die Impfung erfolgte ohne weitere Verzögerung, der verabreichte Stoff trug den Namen AstraZeneca, ein Mittel, dass nach jetzigem medizinischen Kenntnisstand einen ausgezeichneten Impfschutz bietet. Noch ahnte ich nichts von den Nebenwirkungen, vor allem in Hinsicht auf mein gesellschaftliches Ansehen. Die bittere Erkenntnis kam unerwartet und ohne Erbarmen. Wie gesagt, es gibt immer mehr geimpfte Personen in meinem Umfeld und ebendiese geben gerne ihrer Erleichterung Ausdruck, nicht ohne unaufgefordert den Wirkstoff zu benennen, der sie auf den Heimweg zu neuer alter Gemütlichkeit führen möge: Biontech, der Power – Virenbannstrahl aus deutschen High - Tech - Cyber - Space - Laboren, die V2 unter den Wunderwaffen für den Endsieg gegen das üble Gezücht. Biontech, das suggeriert Sicherheit, klingt nach freie Fahrt für freie Bürger (gern auch im E- SUV), nach Nibelungenlied und Thermomix. Vielleicht bin ich ja etwas übersensibilisiert, vielleicht höre ich auch nur die Inzidenzien husten, aber mir kam es so vor, als wiche manch einer vor mir zurück, sobald ich (auf Nachfrage) den Namen der teuflichen Tinktur AstraZeneca, entwickelt von schwedischen Trollen in unterirdischen Höhlen irgendwo bei Bullerbü, preisgegeben hatte. Ungläubiges Kopfschütteln – wie? AstraZeneca, aber dein Bruder ist doch Arzt – um nur einen kleinen Einblick in die Reaktionen zu geben. Langsam sickerte bei mir die Erkenntnis durch, dass ich offenbar den Impfstoff zweiter Klasse empfangen hatte, die B – Lösung, den Vize – Stoff, die SPD unter den Impfstoffen (immer dabei, aber keiner will sie). Sollte sich sogar in einer profanen Impfung mein ganzes Lebens wiederspiegeln, wieder alles vermasselt, als Bub die Lederhose nie rechtzeitig zum pinkeln aufgekriegt, Verweiss aus dem katholischen Kindergarten, das Abitur in zwei Versuchen, die Führerscheinprüfung auch, das Studium abgebrochen, jetzt die imagemässige Bankrottimpfung, oh Gott oh Gott.… Gesellschaftlicher Abstieg als Stich in den Oberarm. Du kriegst, was du verdienst, Number Two! Ich glaube ja mittlerweile, ich habe den Chip von Bill Gates eingeimpft bekommen. Das habe ich irgendwo im Internet gelesen, dass das passieren kann. Immerhin kann ich jetzt meinen PC selbst reparieren. Aber vorsichtshalber gehe ich erstmal nicht mehr aus dem Haus, was ja in Sachen Pandemiebekämpfung durchaus förderlich ist, war sowieso noch nie besonders gesellig, und zur gesellschaftlichen Elite wollte ich eh nie gehören. Und vielleicht kommt ja auch noch einen Befehl von Bill Gates, man weiss ja nie. Verdammt, hätte ich doch das Angebot von einem befreundeten Kleinkriminellen angenommen, mich bei seinem Schwager in Montenegro mit Sputnik V impfen zu lassen, dann wäre ich wenigstens irgendwie hip zurück gekommen, sonnengebräunt und feelingmässig die Nummer Eins. Halt wieder vermasselt …
Übrigens, gegen Kleingeistigkeit gibt´s keine Impfung
Ihne Ihre Frau Fehl  


08.05.2021
Nie wieder Neger?
Eieiei, es ist schon lustig, was da manchmal so um einen herum passiert. Ich bin ja ehrlich gesagt froh,wenn ich mich mal mit was anderem beschäftigen kann, als mit Inzidenzien oder Ausgangsperren. Also, da sitz ich mal wieder so rum am Küchentisch, der ist ja mehr denn je Mittelpunkt des Lebens inZeiten der eingeschränkten bürgerlichen Freiheitsrechte geworden, und vor mir liegt eine Schallplatte von Ernst Neger, genauer gesagt eine Single (für die Jüngeren: kleine Schallplatte mit Musik drauf). Ich sinniere so vor mich hin, ob oder wieviel Auswirkungen die Namensgebung des Interpreten in heutiger, politisch korrekter Zeit wohl auf seine weitere Karriere gehabt hätte. Der Titel selbst (siehe Anhang) ist auf den ersten Blick über jeden Zweifel erhaben, ein Evergreen, ein Kracher mit Chartbraekerformat: „Das Humbta Tätärä“. Obwohl, ich bin mir auch da nicht mehr sicher. Am unscheinbaren Wörtchen Humbta bleibe ich immer wieder hängen. Sollte sich dahinter womöglich die Verballhornung des sensiblen Stammesrituals einer benachteiligten ethnischen Gruppe stehen, welches in unangemessener Weise verkürzt und in rassistischer Überheblichkeit dargestellt, uns erneut die Folgen des Kolonialismus in seiner ganzen Tragweite vor Augen führt. Manmöge es mir nachsehen, dass ich, aufgewachsen mit Sarottimohr und Negerkuss, beide von meiner kindlichen Begriffswelt her durchaus positiv besetzte Formate, die politischen Zusammenhänge noch nicht zu erkennen vermochte, während ich in juveniler Unbedarftheit mit glänzenden Augen „Mainz bleibt Mainz“ verfolgte. Um da keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, ich lehne jede Form rassistischen Gedankengutes ab und verzichte auf den Gebrauch entsprechend verunglimpfender Sprache. Ich habe mich mit dem Heranwachsen stets an der wissenschaftlichen Erkenntnis orientiert,dass der „moderne Mensch“ aus Ostafrika stammt und es da keinerlei genetischen Unterschiede zwischen den sogenannten Rassen gibt. Die in subproletarischen Bevölkerungsschichten weit verbreitete These, die Wiege der Menschheit sei das Dschungelcamp, würde zwar einiges erklären, gilt aber in Fachkreisen als widerlegt. Auf den Punkt gebracht, wir sind alle gleich blöd, es macht keinen Sinn, aus irgendwelcher Hautfärbung Aufhebens zu machen, ausser ggfs in dermatologischer Hinsicht beim Sonnenbrand. Vielmehr meine ich erkannt zu haben, dass die Menschheit sich in zwei Gruppen aufteilen lässt: Arschlöcher und Nicht – Arschlöcher. Die Zuordnung der Personen zur entsprechenden Gruppe gestaltet sich bisweilen schwierig, da sich viele Arschlöcher nicht sofort zu erkennen geben, aber wer hat gesagt, dass das Leben immer einfach ist. Also, ihr könnt mich jederzeit als „schwachpigmentierten Ostafrikaner“ bezeichnen, bei „Arschloch“ versteh ich da weniger Spass (wenn schon, dann „dummes Arschloch“). Zurück zur Gegenwart und dem unerwarteten Aufkommen organisierten Schwachsinns und chronischer Inkompetenz, ein Metier, dem sich das Fernsehen seit je her verschrieben hat. Damit das so bleibt, versteht man sich dort aufs Beste, entsprechende Knalltüten in gar unerschöpflicher Vielfalt auftreten zu lassen. So geschehen unlängst im Bereich Sport, als ein gewisser Jens Lehmann, Ex- Nationaltorhüter und Fernseh – Experte, seinen Expertenkollegen Herrn Aogo als „Quotenschwarzen“ bezeichnete, und das nicht so hinter vorgehaltener Hand am nächtlichen Tresen, sondern gleich mal per Whats App an selbigen geschickt. Respekt. Das musst du erstmal bringen in Zeiten von „Black Lives Matter“ und „Football Against Racism“, wenn du dich gleichzeitig auch noch von den TV - Sendern für dein sinnentleertes Geplauder bezahlen lässt. Gibt es eigentlich schon einen Darwin – Award für besonders dämlichen Selbstmord seiner eigenen gesellschaftlichen Reputation. Freilich war das nur ein Scherz (Quoten – Smiley drangehängt), wie er später schnell erklärt hat, und furchtbar leid tun würde es ihm auch, Entschuldigung, Entschuldigung usw... Zu spät, Jensi! Man muss schon aufpassen heutzutage, was man von sich gibt. Es drängt sich das Vorurteil auf, dass Ex – Sportler nicht zwingend intellektuellen Herausforderungen gewachsen sein müssen. Aber das Lustige daran ist, dass der rassistisch beleidigte „Quotenmaximalpigmentierte“ in einer Experten - Ausführung vor laufender Kamera den Ausdruck „die trainieren das bis zum vergasen“ zum besten gab. Halleluja, ich sehe noch vor mir, wieder Aufnahmeleitung die Lesebrille in die Kaffeetasse krachte. Entertainment auf allerhöchstem Niveau im deutschen Fernsehen. Jetzt ist auch der Herr Aogo von seinem Expertenjob erstmal zurückgetreten. Schade eigentlich, das war doch vielversprechend, wer so elegant den Holocaust anschnickt, hätte mit etwas mehr Mühe vielleicht noch die „Me Too“ Bewegung ins Boot bekommen,Homophobie nicht zu vergessen, und die Religionen, auch ganz dankbar. Aber da wird es bestimmt noch genug Pfeiffen geben, die da einspringen können, problemlos. Und was passiert jetzt mit den Geschassten? Mein Tipp: ein bisschen Rollrasen über die Sache wachsen lassen, dann eine Altherren - Fussballmannschaft zusammenstellen und für einen guten Zweck spielen, z.B. für Kinder in Not. Vielleicht macht sogar der Metzelder mit. In diesem Sinne, ruhig mal politisch unkorrekt sein, das hilft gegen niedrigen Blutdruck...
Ihne Ihre Frau Fehl

Back to Top